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23. Mai 2019

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Schutz versorgungskritischer Infrastruktur

Schutz versorgungskritischer Infrastruktur@Piqs.de/Scheka

FH St. Pölten, Siemens und Wels Strom entwickeln Warnsystem um versorgungsrelevante Umspannwerke vor IT-Angriffen zu schützen.

Sogenannte Smart Grids sind moderne digitalisierte Stromnetze um die Stromversorgung intelligenter und effizienter zu gestalten und den Service für die Nutzer zu erhöhen. Basis hierfür sind automatisierte Netze und entsprechend komplexe technologische Netzwerke sowie Management und Kommunikation der damit verbundenen Daten.
Die Netzwerke und die Kommunikationsinstrumente für das Datenmanagement sind aber auch mögliche kriminelle Angriffsflächen und damit ergeben sich entsprechende Fragestellungen für die IT-Sicherheit dieser versorgungskritischen Infrastrukturen. Die FH St. Pölten, Siemens und Wels Strom haben nun in einem gemeinsamen Forschungsprojekt ein neues Überwachungs- und Warnsystem entwickelt.

Von der angewandten Forschung zur Produktreife
Das System erlernt dabei mittels Methoden der künstlichen Intelligenz das Normalverhalten des Datenverkehrs in einem Umspannwerk und nutzt dieses Wissen zur Überwachung des laufenden Betriebs. „Das System erkennt dann Abweichungen zum Normalbetrieb in Echtzeit und kann Alarm schlagen“, erklärt Paul Tavolato, Forscher am Institut für IT Sicherheitsforschung der FH St. Pölten.
Siemens Österreich will nun die Projektergebnisse nutzen und ein Warnsystem zur Produktreife entwickeln, um die Sicherheit der Energieversorgung zu verbessern. Das Projekt Substation Security wurde vom Österreichischen Klima- und Energiefonds im Rahmen des Programms Energieforschung gefördert.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 07.03.2019